Der Sommer ist da – und mit ihm ein Fahrprofil, das jede Werkstatt kennt: kurze Fahrten zum Strand, ins Freibad oder zum Einkaufszentrum, immer mit voll aufgedrehter Klimaanlage. Was die wenigsten Autofahrer wissen: Diese Kombination ist buchstäblich das schlimmstmögliche Szenario für den Dieselpartikelfilter (DPF). Im September sehen die Werkstätten dann die Folgen: Warnleuchten, Leistungsverlust und verstopfte Filter.
In diesem Artikel erklären wir, warum das passiert, wie man es rechtzeitig erkennt und welche Lösungen Ihre Werkstatt anbieten kann.
So funktioniert die DPF-Regeneration (Kurzfassung)
Der Dieselpartikelfilter hält den vom Motor erzeugten Ruß zurück, damit er nicht über den Auspuff in die Umwelt gelangt. Dieser Ruß verschwindet nicht von allein – er muss verbrannt werden. Diesen Vorgang nennt man Regeneration, und er braucht vor allem eines: Temperatur.
- Passive Regeneration: Sie läuft von selbst ab, wenn die Abgastemperatur 350–500 °C übersteigt – das gelingt nur bei zügiger, gleichmäßiger Fahrt über Landstraße oder Autobahn.
- Aktive Regeneration: Ist der Filter gesättigt, spritzt das Steuergerät zusätzlichen Kraftstoff ein, um die Temperatur anzuheben und den Ruß abzubrennen. Dafür sind 15 bis 25 Minuten ununterbrochene Fahrt nötig.
Sie sehen das Problem: Beides ist auf einer 10-minütigen Stadtfahrt unmöglich.
Warum der Sommer alles verschlimmert
1. Kurzstrecken, kalter Motor
Im Urlaub ändern sich die Gewohnheiten: viele kurze Fahrten, bei denen der Motor kaum seine Betriebstemperatur erreicht. Die Abgastemperatur reicht nie für eine passive Regeneration – und der Ruß sammelt sich Tag für Tag an.
2. Die Klimaanlage belastet den Motor bei niedriger Drehzahl
Der Klimakompressor entzieht dem Motor Leistung. Im Stand und bei niedriger Geschwindigkeit muss der Motor dadurch härter und mit schlechterer Verbrennung arbeiten – es entsteht mehr Ruß, genau dann, wenn der Filter ihn nicht verbrennen kann. Eine doppelte Strafe: mehr Schmutz hinein, null Reinigung heraus.
3. Abgebrochene aktive Regenerationen
Wenn das Steuergerät endlich eine aktive Regeneration startet, endet die Fahrt, bevor sie abgeschlossen ist. Der Fahrer stellt den Motor ab, ohne es zu ahnen – der Vorgang bleibt unvollendet. Die Folgen:
- Der Filter setzt sich weiter zu.
- Der zusätzlich eingespritzte Diesel verdünnt das Motoröl und verschlechtert dessen Schmierwirkung.
- Das Steuergerät versucht es immer häufiger – der Kraftstoffverbrauch steigt.
4. Staus und Reiseverkehr
Die Sommerstaus sind ein weiterer Klassiker: stundenlanger Stop-and-go-Verkehr mit voll laufender Klimaanlage. Maximale Rußproduktion bei minimaler Abgastemperatur.
Warnsignale in der Werkstatt (und im Auto)
- DPF-Kontrollleuchte leuchtet oder blinkt.
- Leistungsverlust und Notlaufprogramm.
- Erhöhter Kraftstoffverbrauch.
- Ölstand, der von selbst „steigt“ (Kraftstoffverdünnung durch abgebrochene Regenerationen).
- Lüfter läuft nach dem Abstellen weiter: eine Regeneration wurde unterbrochen.
- Erhöhter Abgasgegendruck am Differenzdrucksensor.
Was die Werkstatt anbieten kann: Vorbeugung und Lösung
Professionelle DPF-Reinigung ohne Austausch
Ist der Filter bereits gesättigt, lässt er sich mit einer speziellen Maschine wie dem DPF CLEANER regenerieren, ohne ihn ersetzen zu müssen – für den Kunden bedeutet das eine Ersparnis von über 80 % gegenüber einem Neuteil. Ein schneller, für die Werkstatt rentabler Service mit sofort messbarem Ergebnis am Abgasgegendruck.
HHO-Motorentkohlung: Reinigung des gesamten Systems
Ruß lagert sich nicht nur im Filter ab, sondern auch am AGR-Ventil, im Ansaugtrakt und im Turbolader. Eine Motorentkohlung mit HHO-Wasserstoff (NOVA 4.0 / ULTRA 4.0) entfernt die Ablagerungen im gesamten System und reduziert die künftige Rußbildung – die Abstände zwischen den Regenerationen verlängern sich spürbar.
Zertifizierte vorbeugende Additive
Für Kunden mit überwiegendem Stadtverkehr senken TÜV NORD zertifizierte Additive die Verbrennungstemperatur des Rußes und erleichtern die Regeneration – selbst auf Kurzstrecken. Ein ideales Thekenprodukt für die Sommersaison.
Tipps für Ihre Kunden
- Einmal pro Woche 20–30 Minuten Überlandfahrt mit über 2.000 U/min: das günstigste „Rezept“ gegen die Filterverstopfung.
- Motor nicht abstellen, wenn der Lüfter noch läuft – möglicherweise ist gerade eine Regeneration aktiv.
- DPF-Warnleuchte niemals ignorieren: Je früher gehandelt wird, desto günstiger die Lösung.
- Ölstand im Sommer kontrollieren: Steigt er, liegt eine Kraftstoffverdünnung vor.
Fazit: Der Sommer geht, der Ruß bleibt
Das sommerliche Fahrverhalten ist der perfekte Sturm für den Partikelfilter: mehr Ruß, weniger Gelegenheiten, ihn zu verbrennen. Für die Werkstatt ist das zugleich eine Chance: Wer DPF-Reinigung, HHO-Motorentkohlung und vorbeugende Additive anbietet, macht aus einem Saisonproblem einen ganzjährig rentablen Service.
Sie betreiben eine Werkstatt und möchten diese Services anbieten? Entdecken Sie unser Programm an DPF-Reinigungsmaschinen und HHO-Entkohlungsanlagen – im Einsatz in über 60 Ländern – und sprechen Sie mit unserem Team über die passende Lösung für Ihr Werkstattaufkommen.



